Modelexikon

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A-Linie

Eine Modelinie, die 1955 vom französischen Designer Christian Dior entworfen wurde. In Nachahmung des Buchstabens A haben die Kleidungsstücke schmale Schultern, eine leichte Taille und münden in einen weit ausgestellten Rock.

Abnäher

Falte, die in Form eines Keils oder einer Raute abgenäht wird. Ein Abnäher ist dazu da, ein Kleidungsstück an die Körperform anzupassen. Man findet Abnäher häufig im Bereich von Taille, Hüfte oder Brust.

Acetat

Eine Chemiefaser aus natürlichen Polymeren. Dieser Faserstoff hat einen matt schimmernden Glanz ähnlich der Naturseide, einen fülligen Griff, ist knitterarm und nimmt wenig Feuchtigkeit auf. Acetat wird für Kleider, Blusen und Futterstoffe verwendet.

Ajourmuster (Strickart)

Durchbruchmuster, die durch das Umhängen von Maschen entstehen.

Alpaka

Die sehr feine, weiche, glänzende und strapazierfähige Wolle des gleichnamigen Schafkamels aus Südamerika.

Angora

Die bis zu 30 cm langen Haare des Angorakaninchens oder der Angoraziege. Sie sind weich, geschmeidig, leicht und haben durch den hohen Lufteinschluss ein hervorragendes Wärmerückhaltevermögen.

Antikleder

(Auch Blankleder). Der lässige Used- Look des Materials wird erzeugt, indem bei einem Pressvorgang Kerben und Rillen in das Leder eingefügt werden, die man dann einfärbt. So entsteht ein Muster auf dem Leder.

Anti-Pilling-Ausrüstung

Um die Bildung kleiner Filzbällchen (Pilling) auf Strickwaren und Wollstoffen zu verhindern, werden Wolle und Haare speziell behandelt, beispielsweise geschliffen oder mit einer Flamme abgesengt. Damit wird ihre Neigung zum Verfilzen deutlich reduziert.

Applikation

Ein auf dem Stoff eines Kleidungsstücks angebrachtes Ornament oder Element zur Dekoration. Applikationen können aus verschiedenen Materialien bestehen, häufig aus Spitze, Leder, Stoff oder Filz.

Aran (Strickart)

siehe Versatzmuster

Atmungsaktiv

Eigenschaft von Geweben, die Feuchtigkeit vom Körper wegtransportieren und so den Wärmeverlust durch nasse Bekleidung vorbeugen; gewährleistet körperliches Wohlgefühl.

Ausbluten

Beim Waschen das Auslaufen einer meist dunkleren Farbe in hellere Töne (Ursache: Überfärbung, ungeeignete Waschbehandlung).

Ausrüstung

Sammelbegriff für alle Verfahren, die nach dem Weben den Gebrauchswert einer Ware erhöhen, seinen Charakter, seine Oberfläche oder sein Erscheinungsbild verändern bzw. veredeln.

Basics

Basisteile der Bekleidung, die immer gebraucht werden und zu vielem kombiniert werden können.

Bändchengarn

Gewebtes oder gestricktes Garn in "Bändchen-Form". Dieses Garn kommt meist auf groben Teilungen zum Einsatz.

Baumwolle

Angenehm zu tragende Naturfaser, die aus der Baumwollpflanze gewonnen wird. Das Material ist strapazierfähig, gut waschbar, knittert nicht so leicht und trägt sich angenehm kühl.

Pflanzlicher Textilrohstoff, der aus den Samenfasern der subtropischen Baumwollpflanze gebildet wird und zu 90% aus Zellulose besteht. Für die Qualität des Materials sind neben dem Herkunftsland Reinheit, Feinheit und ein geschmeidiger Griff ausschlaggebend. Vorteile: Baumwolle ist filzfrei, strapazierfähig, hautsympathisch, widerstandsfähig gegen Hitze, nimmt Feuchtigkeit auf, besitzt eine hohe Reißfestigkeit und lässt sich leicht reinigen. Nachteile: Baumwolle läuft bei der Wäsche ein (Maßnahme: Sanforisierung ), hat einen stumpfen Griff (Maßnahme: Sengen ), eine matte Optik (Maßnahme: Mercerisieren ) und neigt zur Knitterbildung (Maßnahme: Pflegeleichtausrüstung, Easy Line Ausrüstung).

Bermuda

Freizeithose, die oberhalb des Knies endet. Benannt nach den Bermuda-Inseln.

Bi-Color

Allgemeinbezeichnung für dezente zweifarbig gemusterte Stoffe, im Besonderen durch Melange , verschiedene Garnfarben in Kette und Schuss (Changeant ).

Bi-Elastisch

Längs- und querelastische Ware mit hoher Rücksprungkraft.

Blackwatch

Original Schottenmuster in blau-grüner Farbstellung.

Bleached (Denim)

Bezeichnung für Blue Denim, der beim Waschverfahren durch die Zugabe von Bleichmitteln ein helles Aussehen erhält.

Blue Blue, Blue Black, Black Black

Bezeichnen die 2-fache Färbung von Denim. Durch dieses Verfahren wird ein geschlossenes Warenbild erzielt. Neue, interessante dunklere Farben werden durch dieses Verfahren möglich.

Bonding

Verbindung zweier Stoffe mit Hilfe von Klebern. Es entsteht die Wirkung des teureren Doubleface, einem Doppelgewebe mit Ober- und Unterseite (Abseite). In beiden Fällen wird interessante Abseitenverarbeitung ermöglicht.

Bouclé

Wollstoffe mit höckeriger Oberfläche, die durch die Verwendung von Effektzwirnen mit unregelmäßigen, schlingenförmigen Verdickungen erzielt werden.

Bund-Stretcheinlage

Ein Spezialgewebe aus Vlies, das auf dem Bund aufgebügelt und eingesetzt wird. Der Bund erhält eine gewisse Stabilität und macht trotzdem jede Bewegung mit.

Bundverlängerung

Verlängerung des Hosenbundes mit Oberstoff, um einen sauberen Bundabschluss zu erhalten.

Bundweite

Hosenmaß, welches als Umfang an derselben Stelle gemessen wird wie die Taillenweite, jedoch straff über Hemd oder Bluse.

Büffelnappa

Feines Glattleder aus Büffelhaut, das hauptsächlich vom in Indien und Indonesien lebenden Wasserbüffel stammt.

Canvas

Strapazierfähiges, grobes Baumwollgewebe in Leinwandbindung.

Cargo Pants

Sportive Hose mit aufgesetzten Beintaschen.

Casual

Steht für einen lockeren, legeren Bekleidungsstil.

Changeant

Je nach Lichteinfall mehrfarbig schillernder Stoff. Dieses wird erreicht durch verschiedenfarbige Garne in Kette und Schuss.

Checks

Englische Bezeichnung für Karos.

Chenille-Garn

Speziell gezwirntes und ausgerüstetes Effektgarn mit einer plüschartigen Oberfläche.

Chinos

Klassische Baumwollhose in den Farben Beige und Khaki. Die ersten Chinos aus indischer Baumwolle trugen Mitte des 18. Jhrts die britischen Kolonialtruppen.

Coloured Indigo

beigeüberfärbter Denim

Combi-Wollsiege

Gütezeichen für Mischungen aus Wolle und anderen Textilfasern, wobei der Mindestanteil der Schurwolle 60% betragen muss. Die genaue Prozentangabe des Hauptfaseranteils und aller Beimischungen ist gesetzlich vorgeschrieben (TKG).

Comfortable-Fit

Funktionale Lässigkeit und Natürlichkeit kombiniert mit sportiven Elementen ergeben eine Hosenlinie, die ein unbeschwertes Lebensgefühl vermittelt.

Cord

Das Gewebe selbst zählt zu der großen Gruppe der Samte. Erst durch das Einschneiden der Rippen wird hieraus Cord. Je nach Rippenart unterscheidet man z.B. Fein-Cord, Genua-Cord, Fancy-Cord und Breit-Cord.

Côtelé

Längsrippgewebe. Schmalrippige Gewebe mit 4 bis 5 Rippen/cm. Breitrippige mit 1 bis 2 Rippen/cm.

Cross Dressing

Mix von Kleidungsstilen, die traditionell nicht zueinander passen. Auch für sportive Elemente wie z. B. 5-Pocket-Schnitt bei Wollhosen oder Flanell-Look.

Crespo

Crespo ist die italienische Bezeichnung für Crêpe. Crêpegarne sind fein strukturiert und hochgedreht. Dadurch entsteht der typische trockene und körnige Griff von Crespo-Stoffen. Sie sind in der warmen Jahreszeit besonders angenehm zu tragen.

Chiffon

Ein äußerst feines, halb durchsichtiges Gewebe, das aus Seide oder Chemiefasern hergestellt wird. Durch die Verwendung von Kreppgarnen entsteht eine "crush-Optik". Wird für Kleider, Tücher und Blusen verwendet. Typisch sind das leicht unregelmäßige Warenbild, der sandige Griff und die schleierartige Optik. Wenn das Material doppelschichtig verarbeitet wird, wird es blickdicht.

Cord

Cordsamt ist ein Sammelbegriff für Stoffe mit einer Rippenstruktur, die aus aufgeschnittenen Faserschlingen besteht. Nach Rippenbreite unterscheidet man in Babycord (Mikrocord), Feincord, Genuacord und Manchester und den durch eine wellpappenähnliche Optik geprägten Kabelcord, Trenkercord oder Breitcord. Das Material hat eine samtartige Oberfläche und ist sehr haltbar, leicht elastisch sowie unempfindlich gegen Verschmutzung.

Crush-Optik

Ein mit Absicht erzeugter Knitterlook, der beispielsweise bei Chiffontüchern üblich ist.

Cupro

Eine chemische Faser auf der Basis von Zellulose. Die Faser hat einen etwas festeren Griff als Viscose, ist aber weich und saugfähig.Typisch sind der edle seidige Schimmer und die der Naturseide sehr ähnliche Feinheit. Cupro wird für Röcke, Hemden, Nachtwäsche und Futterstoffe verwendet. Das Material lässt sich problemlos waschen.

Dämpfen

Behandlung einer Ware mit Dampf ohne Druckeinwirkung. Hierdurch wird ein Beruhigen des Warenbildes erreicht sowie der Restschrumpf beseitigt. Generell ist jede Strickware gedämpft.

Degradé

Gleichmäßiger Farbverlauf innerhalb eines Artikels von hell nach dunkel oder auch von verschieden Farben. Der Effekt kann durch Färben oder durch das Verstricken von verschieden farbigen Garnen erreicht werden.

Dekatieren

Behandlung von Ware mit Dampf, um ihr die natürliche Feuchtigkeit wiederzugeben. Außerdem wird der beim Pressen erhaltene Glanz vermindert.

Délavé

(siehe Fade Out)

Denim (Blue Denim)

Bezeichnung für einen strapazierfähigen, meist blauen Baumwollstoff in Kettköperbindung, der für die Herstellung von Jeans verwendet wird. Die Gewichtseinheit für Denim wird in Unzen angegeben.

Design

Das Muster eines Stoffes.

Display

Dekorationsmaterial (Aufsteller, Poster etc.), das als Blickfang die Aufmerksamkeit der Endverbraucher auf bestimmte Sortimentsschwerpunkte lenkt.

Donegal

Nach seiner Heimat in Nordwestirland benannter sportlicher Stoff, überwiegend tuchbindig (helle Kette, dunkler Schuss) mit tweedartigem Charakter und lebendiger Frische.

Dorlastan

Herstellermarke der Firma Bayer AG für eine Elastanfaser . Sie wird mit anderen Materialen (Natur- oder Chemiefasern) versponnen. Ein Stoff (z.B. Baumwolle) bekommt dadurch Rücksprungkraft und damit weniger Knitteranfälligkeit. Das Bekleidungsstück gewährt mehr Bewegungsfreiheit und Tragekomfort.

Double Dyed

Zweifaches Färbeverfahren der Jeans. Zuerst wird das Material komplett durchgefärbt und dann von der rechten Stoffseite nochmals überpigmentiert. Dieses verleiht der Jeans eine brillante Farbigkeit und gewährt hohe Farbechtheit.

Denim

Strapazierfähiges, kräftiges Baumwollgewebe. Meist werden ein indigoblauer und ein weißer Faden miteinander verwebt. Denim ist das typische Material für Jeansbekleidung.

Einbett

Diese Ware wird auf einem Nadelbett hergestellt und hat zwei verschieden aussehende Warenseiten. Die eine Seite zeigt nur rechte Maschen, die andere nur linke Maschen. Bei Shirt- und Sweat-Artikeln spricht man auch von Single-Jersey.

Elasthan

Eine höchst elastische chemische Faser, die sich mindestens 3-4fach dehnen lässt und trotzdem vollständig wieder zusammenzieht. Sie wird in Fasermischungen verwendet wird, um Kleidungsstücken eine gute Passform zu geben. Elasthan ist gut waschbar und verbessert die Knitterresistenz.

Fade Out

Kennzeichnet Stoffe der Jeansrichtung, die durch bestimmte Waschverfahren, Färbe- oder Drucktechniken eine Used-Optik erhalten.

Fädigkeit

Gibt die Anzahl der einzelnen Fäden an, mit der die Maschenware gestrickt wird.

Fancy-Garn

Oberbegriff für besonders modische oder ausgefallene Effektgarne.

Fang (siehe auch Perlfang) (Strickart)

Bei Fang werden in der ersten Reihe vorne Henkel und hinten Maschen gearbeitet. In der zweiten Reihe ist es umgekehrt. Diese Fanghenkel lassen die Maschen hervortreten. Fang ist schwerer als Rechts/Rechts und neigt zum Ausweiten.

Fangversatz (Strickart)

Ableitung vom Fang, bei dem durch das Versetzen des Nadelbettes eine Zick-Zack Struktur entsteht (z.b. Knie-Fang-Versatz).

Falsches Uni

Uni wirkende Gewebe, deren Optik durch das Zusammenspiel mehrerer Einzelfarben entsteht.

Feinheit

Feinheitsbezeichnung einer Strick- oder Wirkmaschine die angibt, wie viele Nadeln auf 1 Zoll engl. (25,4mm) liegen.

Festigkeit

Anzahl der Maschenreihen auf 10cm. Wichtige Kennzeichen zur Einhaltung einer konstanten Qualität bei Flachstrick.

Filz

Wollstoff, der durch einen Walkvorgang verändert wurde. Beim Walken wird Wolle unter dem Einfluss von Hitze, Feuchtigkeit, Druck und Reibung verfilzt. Dabei verhaken sich die Schuppen der Wolle ineinander und es entsteht ein strapazierfähiges Material mit sehr hoher Dichte und entsprechend guter Wärmeisolation.

Finish

Letzte Maßnahme der Textilveredelung zur Erzielung des gewünschten Aussehens und Griffes. Das Finish verleiht dem Gewebe besondere Eigenschaften, z.B. Veränderung der Oberflächenstruktur durch Schmirgeln, Sanden oder Aufrauen.

Fischgrat

Gewebemusterung, die durch eine besondere Gewebebindung verschiedener Garne erzielt wird.

Ein klassisches Gewebemuster, das in der Form stilisierten Fischgräten ähnelt. Es wird mithilfe einer besonderen Webtechnik hergestellt. Das Muster kann durch die Verwendung unterschiedlicher Garnfarben noch hervorgehoben werden. (engl. Herringbone)

Flanell

Sammelbegriff für ein- oder beidseitig geraute oder gewalkte Gewebe. Die genaue Bezeichnung richtet sich nach dem Material, z.B. Kammgarn-, Streichgarnflanell.

Flachstrick (-maschine)

In der Regel zweibettige Maschine zur Herstellung von Maschenwaren in verschiedenen Feinheiten und mit vielschichtigen Musterungsmöglichkeiten. Flachstrick ist auch ein gängiger Oberbegriff für Pullover und gestrickte Jacken (zur Abgrenzung von Shirt und Sweat, siehe Wirk).

Flockdruck

Mit Hilfe einer Schablone wird Klebstoff auf die Ware gebracht, anschließend ganz kurz geschnittenes Fasermaterial (Faserstaub) durch zwei elektrische Pole so ausgerichtet, dass diese senkrecht auf der Ware kleben bleiben.

Flor

Samtartige Oberfläche eines Gewebes.

Flottungen

Flottungen entstehen, wenn Nadeln ganz oder vorübergehend außer Tätigkeit gesetzt werden, der Faden läuft unverarbeitet auf der Rückseite vorbei. Sie werden seitlich durch Maschen und Henkel begrenzt.

Fully Fashioned = Regulär

siehe Regulär

Fresko

Tuchbindiges Kammgarngewebe aus mehrfädigen, hochgedrehten Zwirnen. Besondere Eigenschaften sind Strapazierfähigkeit, Sprungelastizität (Knitterarmut) und Luftdurchlässigkeit.

Fußweite

Hosenmaß: Gesamtumfang des Hosenbeines, gemessen am Beinabschluss (Hosensaum).

Gabardine

Sehr dichtes, feinfädiges Gewebe mit weichem Griff und sehr ebenmäßigem, glattem Warenbild. Wegen seiner hohen Dichte wird das Material vor allen Dingen für Regen- und Sportbekleidung verwendet.

Galon-Streifen

Schnitttechnische Abtrennung am Bein in Längsrichtung, meist im Verlauf der Seitennaht oder in Form von aufgesetzten Bändern, z.B. Satin.

Garment-washed

Bezeichnung für Textilerzeugnisse, die als fertiges Bekleidungsstück beim Hersteller gewaschen werden.

garngefärbt

Bei garngefärbten Stücken wird erst das Garn gefärbt und dann daraus etwas gewebt. Genau umgekehrt ist es bei stückgefärbten Teilen. Bei hochwertigen gemusterten Hemden beispielsweise sind die Muster nicht aufgedruckt, sondern werden aus den unterschiedlichen farbigen Garnen erzeugt, was weitaus aufwendiger ist.

Garnnummer = Nm

Nummer metrisch - bezeichnet die Garnfeinheit. Die Garnnummer gibt an, wie viel Meter eines Garnes 1g wiegen. Je höher die Nummer, desto feiner das Garn. Bsp.: Nm 15 = 15m wiegen 1g

Gasieren

Absengen der an der Ware oder dem Garn abstehenden kleinen Faser-Enden mit Hilfe einer Gasflamme. Das Material wird dadurch glatter und flusenarmer, die Pilling-Bildung wird verringert und die Stücke sind weniger schmutzempfindlich.

Gauge

siehe Feinheit

Gebondet

Bezeichnung für die Eigenschaft von Stoffen, die durch "Bonding" oder "Kaschieren" entstehen. Bei diesem Verfahren werden Ober- und Futterstoffe oder nur Oberstoffe mehrlagig zusammengefügt (z.B. durch Kleben). Die beiden Komponenten lösen sich beim Waschvorgang (Garment Washed).

gebürstet

Die Warenoberfläche wird leicht mit feinem Schmirgelpapier aufgeraut, dadurch entsteht ein samtiger, weicher und angenehmer Griff.

gecrasht

Mechanisches Verfahren, bei dem mit Druck und Feuchtigkeit eine bewusste Faltenoptik erzielt wird. Diesen Effekt gibt es sowohl für Stoffe als auch für Leder, z.B. bei Gürteln oder Taschen. Durch diese Behandlung wird bei Leder ein zusätzlicher Used-Look erreicht.

Girbaud

Francois und Marithé Girbaud, französisches Designerpaar, die die ersten elastischen, schmal geschnittenen Trend-Polyesterhosen kreiert haben. "Designermarke".

Hahnentritt:

Zwei- oder mehrfarbiges Karomuster, das im Unterschied zum Pepita auf der Tuchbindung aufbaut.

Halbschlauch (Strickart)

Musterart, bei der eine Reihe Rechts/Rechts mit einer Reihe Rechts/Links abwechselt, so dass man auf der einen Seite doppelt so viele Maschen hat, wie auf der anderen. Sehr stabiles, festes Gestrick.

Halbschlauchrippe

siehe Nadelzug

Henkel

Der Henkel ist eine Fadenschleife, die zusätzlich zu der in der vorherigen Reihe gebildeten Masche in den Nadelkopf gelegt wird, die vorhergehende Masche wird dadurch in die Länge gezogen.

High Twist

Feinfädige, hochgedrehte Garne werden zu einem leichten Stoff verwebt. Es entstehen eine moderne Gewebeoptik und ein körniger Griff. Besondere Vorzüge: knitterarm, sprungelastisch, kühler und trockener Griff.

Hüftweite

Maßangabe für Damenhosen, wird als Umfang am stärksten Teil des Gesäßes gemessen. Als Bequemlichkeitszugabe wird dabei ein Finger unter das Maßband geschoben. Bei Herrenhosen entspricht die Gesäßweite der Hüftweite.

Imprägnieren

Eine Behandlung, durch die Stoffe wasserabweisend bis wasserdicht werden. Es gibt sowohl chemische als auch natürliche Imprägnierungen (z.B. Wachs), bei der die Stoffe in der jeweiligen Flüssigkeit getränkt werden. Beispielsweise wird Outdoor-Bekleidung gegen Nässe imprägniert.

Inch

Englisches Längenmaß (Zoll), entspricht 25,4 mm.

Indigo

Ältester bekannter, organischer Naturfarbstoff, in der Vergangenheit durch Abkochen der Wurzeln der Indigopflanze gewonnen; heute als synthetischer Farbstoff. Mit Natur-Indigo gefärbte Jeans-Wear sollte stets getrennt gewaschen werden (Gefahr des Ausblutens).

Intarsie (Strickart)

Spezielle Einlegetechnik, bei der die farbigen Fäden nicht durch die ganze Ware laufen. Eine Intarsie ist immer ein Einbett-Gestrick.

Interlock (Strickart)

Interlock wird auf 2 Nadelbetten hergestellt, an denen sich die Nadeln genau gegenüber stehen und im Wechsel arbeiten. Interlock hat eine sehr geschlossene Oberfläche.

Intimmischung

Mischung verschiedener Textilrohstoffe (Spinnfaser oder Filament) im Garn.

IWS

Internationales Wollsekretariat, Interessenvertretung der Woll-Produzenten zur werblichen Förderung und zum Quälitätsschutz von Schurwollproduktionen. Jetzt Woolmark Company.

Jacquard

Jacquardgewebe ist ein Sammelbegriff für Stoffe mit sehr aufwendig eingewebten Mustern. Jaquard-Maschinen sind aufgrund des komplizierten Verfahrens etwas langsamer, deshalb werden nur sehr hochwertige Garne für Jacquard verwendet.

Kamelhaar

Eine Wolle, die aus den 100 mm langen Flaumhaaren des Kamels hergestellt wird. Sie ist besonders fein, weich, hat einen seidigen Glanz und ist sehr gut Wärme isolierend.

Kammgarn

Ein hochwertiges Garn mit sehr glatter Oberfläche, das in einem Spezialverfahren hergestellt wird, bei dem nur besonders feine Wolle verwendet wird, da die Herstellung so aufwendig ist.

Kappnaht

Doppelnaht, bei der zwei Stoffteile so übereinander gelegt werden, dass die eine Bahn übersteht. Der überstehende Teil wird über den anderen Teil geschlagen und dann darüber gesteppt.

Kaschmir

Die sehr exklusive Wolle der Kaschmirziege, die besonders feines, flaumartiges Haar hat. Pro Jahr liefert ein Tier zwischen 200 und 500 g Flaumhaar. Kaschmir (oder Cashmere) ist mit keiner anderen Wolle zu vergleichen. Es ist sehr weich und geschmeidig, hat einen seidigen Glanz, ist sehr leicht und dennoch wärmend.

Kellerfalte

Besteht aus einer nach innen und einer nach außen gelegten Bundfalte, deren Brüche aneinanderstoßen.

Ketteln

Für Flachstrick typische, hochwertige Naht um Maschenware zu nähen. Es wird jede Masche einzeln auf einen Kettelkranz aufgestoßen, damit der Nähfaden genau in die Maschen "gestochen" werden kann.

Kette und Schuss

Die Längsfäden im Gewebe bezeichnet man als Kette, die Querfäden nennt man Schuss.

Klassische Mischung

Mischung aus 45% Schurwolle und 55% Polyester.

Kniefutter

Vorderhosenfutter für Damen- und Herrenhosen, insbesondere für Wollartikel. Hierdurch wird das von empfindlichen Personen angemerkte "Kratzen" vermindert. Darüber hinaus verbessert es die Trageeigenschaften.

Knit and Wear

Stricktechnik, bei der ein kompletter Pullover in einer Maschine gestrickt wird. Es bedarf keiner Näharbeit mehr, lediglich die Fadenenden müssen eingezogen werden.

Knopflöcher

Löcher in der Kleidung, durch die Knöpfe zum Befestigen geführt werden.

Köperbindung

Häufige Bindungsart bei Hosenstoffen. Äußeres Kennzeichen ist eine Diagonalwirkung (Köpergrat).

Krepp

Gewebe, die durch hochgedrehte Zwirne oder Bindungseffekte einen porösen Griff und ein körniges Oberflächenbild erhalten.

Kreppgarn

Hochgedrehtes Garn. Ein Gestrick aus diesem Garn hat eine "unruhige" Oberfläche und einen relativ harten Griff.

Lammnappa

Feines Glattleder aus Lammhaut, die besonders weich und geschmeidig ist und einen seidigen Glanz hat.

Leder

Die getrocknete Haut von Tieren, durch spezielle Gerbverfahren dauerhaft haltbar und für die Herstellung von Kleidern, Gürteln, Schuhen und Taschen verwendbar gemacht. Leder ist ein Naturprodukt, das durch seine Natürlichkeit und Individualität besticht. Jedes daraus gefertigte Stück ist ein Unikat, das sich aus unterschiedlich gewachsenen Fellen zusammensetzt. Ein besonderes Merkmal des Leders ist seine natürliche Elastizität. Es ist atmungsaktiv und Temperatur ausgleichend.

Labeling

Ein Label ist ein Web- oder Papieretikett, welches innen und/oder außen auf der Hose angebracht oder angehängt ist. Es weist auf bestimmte Markennamen und besondere Oberstoffqualitäten hin. Darüber hinaus werden Label eingesetzt, um besondere Trage- und Pflegeeigenschaften herauszustellen. Natürlich dient das Labeling auch zur Dekoration und führt häufig zu einer Wiedererkennung beim Endverbraucher.

Lambswool = Lammwolle

Wolle vom Vlies eines Lammes, d.h. eines vorher noch nie geschorenen Schafes (Erstschur), Die Fasern besitzen noch eine feine Spitze, sind weich und haben eine feine Kräuselung.

Laminat

Membrane (hauchdünne Folien), die auf Ober- oder Futterstoff oder Einlagenmaterial aufgebracht werden. Sie sorgen für Wasser- und Winddichte bei gleichzeitiger Atmungsaktivität.

Layering

(Zwiebellook). Das Übereinandertragen von mehreren Kleidungsstücken.

Leibhöhe

Hosenmaß: Differenz zwischen Seitenlänge und Schrittlänge.

Leinen

Textilrohstoff, der aus der Flachspflanze gewonnen wird. Die Leinenfasern bestehen aus 70% Zellulose, der Rest ist Pflanzenleim. Beide Bestandteile verleihen der Faser Steifheit, Festigkeit, Glanz und Saugfähigkeit. Leinen wird wie Baumwolle - alleine oder in Mischungen mit Chemie - oder anderen Naturfasern verarbeitet. Im Griff ist Leinen fester und kühler als Baumwolle, kann auch etwas mehr und schneller Feuchtigkeit aufnehmen. Leinen ist eine ausgesprochene Sommerware, denn die Faserstruktur kann keine Wärme speichern, kühlt also eher. Auch der Edelknitter ist in der Faser begründet, denn sie ist absolut unelastisch.

Leinwandbindung

Sie wird auch Tuchbindung genannt. Sie ist die älteste und auch einfachste Art der Fadenverkreuzung.

Limited Edition

Spezielle Serie eines Produzenten mit geringer Auflage - meist in numerierter Anzahl.

Links/Links (Strickart)

Bei dieser Strickart wechselt immer eine rechte und eine linke Maschenreihe. Beide Warenseiten sehen gleich aus und zeigen nur linke Maschen.

Loden

Strapazierfähiges Streichgarngewebe. Man unterscheidet zwischen Strichloden (schwere Qualität) und Tuchloden (leichte, weich fließende Qualität).

Logo

Firmen- und Produktzeichen (als Wort- und/oder Bildzeichen).

Lycra

Herstellermarke der Firma Du Pont. Hochelastische Faser, die mit anderen Materialen (Natur- oder Chemiefasern) versponnen wird. Ein Stoff (z.B. Baumwolle) bekommt dadurch Rücksprungkraft und damit weniger Knitteranfälligkeit. Das Bekleidungsstück gewährt mehr Bewegungsfreiheit und Tragekomfort.

Lyocell

Lyocell ist die neueste Entwicklung im Bereich der Zellulosefasern. Für die Faser wird die Zellulose direkt gelöst und versponnen, wobei man das Lösungsmittel fast komplett wieder verwenden kann. Tencel war die erste Lyocellfaser, die die britische Firma Courtaulds auf den Fasermarkt gebracht hat.

Madras

Großzügige, bunte Karomusterung, vor allem auf Baumwollgeweben, meist mit unregelmäßiger Anordnung und vielfarbig. Man verzichtet im Allgemeinen auf den Weißfond.

Marengo

Fasermischung von etwa 95% schwarzen und 5% weißen Wollfasern. Der Farbton des fertigen Gewebes wird dadurch nicht ganz schwarz.

Masche

Die Masche ist eine Fadenschlaufe, die in andere Maschen eingehängt ist und dadurch ihre Stabilität bekommt.

Maschinenteilung

siehe Feinheit

Melange

Verschiedene, in der Wollflocke unterschiedlich gefärbte Wollen werden vermischt, parallelisiert, verstreckt und versponnen. Hierdurch entsteht die modische Mehrfarbigkeit im Gewebe.

Melangegarn

Im Kammzug oder in der Flocke, d. h. vor dem eigentlichen Spinnprozess verschieden gefärbtes Material (z.B. 50% und 50% schwarz ergibt einen Graueffekt). Nicht zu verwechseln mit Moulinégarnen.

Mercerisieren

Ausrüstungsverfahren bei Baumwollgarnen und -geweben durch Behandlung mit Natronlauge. Mercerisierte Baumwolle erhält eine erhöhte Festigkeit und Dichte sowie einen waschbeständigen Glanz.

Merino

Dieser Wolltyp vom Merinoschaf liefert feine bis sehr feine Qualität. Sie ist stark gekräuselt und hat einen weichen Griff. Merino ist eine sehr hochwertige Wolle.

Milano Rib (Strickart)

Musterart, bei der eine Reihe Rechts/Rechts mit zwei Reihen Rechts/Links abwechselt. Die Rechts/Rechts Reihe wird nach außen gedrückt, so dass dieses Gestrick "quergestreift" wirkt. Sehr stabiles, festes Gestrick.

Mill Cure

(mill = Mühle, cure = behandeln) Verfahren zur Veredelung des Easy Line-Artikels (Eigenschaften: bügelarm, formstabil und waschbar). Das Gewebe wird bereits vor der Konfektion mit speziellen Kunstharzen imprägniert und danach bei hoher Temperatur getrocknet. Bei diesem Vorgang geht die Faser mit den Kunstharzen eine neue molekulare Verbindung ein. Durch dieses Verfahren erhält die Ware die eben genannten Eigenschaften, und die Trageeigenschaften der Baumwolle werden praktisch nicht verändert.

Mill Washed

Bezeichnung für ein Ausrüstungsverfahren bei sportlichen Geweben. Der Oberstoff wird beim Weber mehrmals vorgewaschen. Dieses Waschverfahren verhütet das weitere Einlaufen und verleiht dem Gewebe einen weichen Griff und ein legeres Oberflächenbild.

Micro-Faser

Chemiefaser, die der Polyester - oder Polyamidgruppe zugehört. Äußerst feine Filamente, wobei die Feinheitsbezeichnung geringer als 1dtex sein muss (10.000 m eines Filamentes wiegen 1 g). Vorteile: Diese Filamente gehören zu den Höchstleistungsfasern, sind sehr geschmeidig, strapazierfähig und haben einen seidigen Griff.

Minderung

Verhängen von Maschen um das Gestrick formgerecht (siehe regulär) herzustellen. Minderungen können auch zur Gestaltung des Gestrickes verwendet werden.

Modal

Modal gehört zu den zellulosischen Chemiefasern und wird oft als modifizierte (verbesserte) Viskose bezeichnet, da die Faser weicher und gleichzeitig stabiler/fester ist. Gegenüber Viskose hat Modal eine verbesserte Reiß- und Scheuerfestigkeit. Modalfasern besitzen auch ähnliche Eigenschaften wie Baumwolle und werden deshalb oftmals in Mischungen für hochwertige Qualitätsprodukte verwendet. Dabei gibt das Modal der Baumwolle einen eleganten Griff und feinen Glanz.

Mohair

Haar der Angoraziege Kammgarnstoffe mit hohem Mohairanteil zeichnen sich durch edlen Glanz und hohe Farbbrillanz aus.

Moleskin

Moleskin ist ein dem Samt sehr ähnlicher Stoff, jedoch mit geringerer Florhöhe und robuster. Meist ist dieser Stoff aus 100% Baumwolle gearbeitet.

Mouliné

Ein Zwirn aus verschiedenfarbigen Einzelfäden. Der Farbeffekt wird als Musterung genutzt.

Der Moulinéeffekt kann auch durch zusammenführen verschiedener Garne an der Strickmaschine erzielt werden (= melieren). Nicht zu verwechseln mit Melangegarnen.

Multi Gauge (Strickart)

Spezielle Strickart, bei der innerhalb eines Gestrickes verschiedene Teilungen miteinander kombiniert werden. Zur Herstellung benötigt man spezielle Strickmaschinentypen.

Nadelstreifen

Das klassische Nadelstreifendessin besteht aus klaren, von einfarbigem Grund abgehobenen, sehr feinen andersfarbig eingewebten Streifen.

Nadelzug = Halbschlauchrippe (Strickart)

Gestrickart, bei der durch das ausschalten ("Ziehen" der Nadeln) von einzelnen Nadeln eine Rippoptik entsteht. Die Ware ist stabiler und weniger elastisch als "echte" Rippen.

Nm

Nummer metrisch - bezeichnet die Garnfeinheit. Die Garnnummer gibt an, wie viele Längeneinheiten auf eine Gewichtseinheit gehen. Je höher die Nummer ist, desto feiner ist das Garn. Beispiel: Nm 52 = 52 Meter Garn wiegen 1 g.

Naturseide

Wird von den wild lebenden Tussahspinnern gewonnen. Diese Seide hat ein lebendiges, griffiges und unregelmäßiges Warenbild und ist besonders exklusiv. (auch Wildseide)

Nylonkern

Ein mit Naturfaser umwickelter Kern aus Nylon zur Erhöhung der Strapazierfähigkeit und zur Erhaltung der Form.

Oxford

Etwas festerer, zwei- oder mehrfarbig gewebter Baumwoll- Hemdenstoff mit leicht sandigem Griff.

OZ.

Unze

Paisley

Ursprünglich in der schottischen Stadt Paisley seit 1802 hergestellte, feine Kaschmirschals mit orientalischer Musterung, z.B. nierenförmigen Palmblattmotiven. Heute findet man das Paisley-Muster vorwiegend auf edlen Seidenschals, Tüchern und Krawatten.

Panama

Ein glattes Gewebe, das durch kleine fein strukturierte Quadrate und Rechtecke leicht porös wirkt.

Paspel

Bandeinfassungen von Kanten und Nähten. Häufigster Einsatzbereich bei Hosen: Tascheneingriffe.

Peau de Pêche (Pfirsichhaut)

Gewebe mit angerauter und geschmirgelter Oberfläche.

Pepita

Kleine Karo-Musterung in Köperbindung, typische Musterung schwarz/weiß, vgl. Hahnentritt

Perlfang (Strickart)

Beim Perlfang wechselt eine Reihe, in der alle Nadeln stricken, mit einer Reihe Maschen vorn, Henkel hinten. Auf der Vorderseite erkennt man ausgeprägte, leicht gewölbte, rechte Maschen (eine "Perle"). Dieser Gestrickart wird insbesondere zur Herstellung dicker Winterpullover verwendet.

Perlmutt

Rohstoff für die Herstellung von hochwertigen Schmuckknöpfen. Sie werden aus den unebenen, schillernden Innenseiten der Schalen von Meeres- und Flussmuscheln gedreht. Perlmuttknöpfe sind hitze- und glanzbeständig - und jedes Stück ist einzigartig. Perlmuttknöpfe geben hochwertigen Hemden, Blusen und Wäsche eine noch exklusivere Note.

Pigmentfarbstoffe

Pigmentfärbungen. Farbstoffkörper, die mit Hilfe von Brückmitteln auf den Stoff aufgebracht werden. Pigmentgefärbte Stoffe nur mit Feinwaschmittel waschen, da bei Temperaturen über 60°C bei Vollwaschmitteln Sauerstoff frei wird, der die Pigmentfarben angreift.

Pillingbildung

Durch Scheuern hervorgerufene Knötchenbildung bei Geweben und Maschenwaren.

Pima Cotton = Baumwolle

Eine besonders feine, langstapelige (=lange Fasern) Baumwolle aus Peru. Zur Schonung der Faser wird Pima Cotton von Hand gepflückt.

Piqué (Strickart)

Es handelt sich um eine Bindung bei der durch den Wechsel von Rechts/Links Reihen und Reihen mit Henkeln Kleinmuster mit Erhöhungen und Vertiefungen erzeugt werden. Diese Bindung wird meist für Polo Hemden verwendet.

Plattiert = Vanissé (Strickart)

Spezielle Technik, bei der beim Stricken ein Faden vom anderen überdeckt wird. Man unterscheidet zwei Arten: a) Qualitätsplattiert, wobei verschiedene Eigenschaften des Materials ausgenutzt werden (Wolle außen und Baumwolle innen). b) Farbplattiert, wobei durch das Überdecken verschiedener Farben ein Mustereffekt erzeugt wird = Vanissé.

Polyacryl (PAN)

Polyacryl ist eine vollsynthetischer Faserstoff mit teilweise wollähnlichen Eigenschaften (hoher Bausch, gutes Wärmerückhaltevermögen), weshalb diese auch sehr oft in Wollmischungen vorkommt.

Polyamid

Bei der Herstellung von synthetischen Chemiefasern verwendet man Grundstoffe wie z.B. Erdöl und Stickstoff, die chemisch umgewandelt werden. Polyamid ist ein vollsynthetischer Faserstoff, der für Textilprodukte zumeist mit Naturfasern ( Wolle, Leinen, Baumwolle ) gemischt wird. Hervorstechende Eigenschaften von Polyamid sind Festigkeit und Formbeständigkeit. Die bekanntesten Herstellermarken sind Perlon und Nylon.

Polyester

Herstellung vgl. Polyamid . Polyester ist ein vollsynthetischer Faserstoff, der für Textilprodukte zumeist mit Naturfasern ( Wolle, Leinen, Baumwolle ) gemischt wird. Hervorstechende Eigenschaften von Polyester sind Festigkeit und Formbeständigkeit. Die bekanntesten Herstellermarken sind Trevira und Diolen.

Polynosic

"Polymere non synthetic" sind modifizierte Viskose-Spezialfasern, deren Eigenschaften in etwa denen der Baumwolle entsprechen und zellulosische Chemiefasern sind. Sie sind eine Untergruppe der Modalfasern. Gegenüber Modal hat Polynosic zwei Vorteile: Höhere Festigkeit und verringerte Dehnung, Möglichkeit der Mercerisierung . Stoffe ähneln in Optik, Griff und Fall der schweren, gewaschenen Seide, kosten aber weniger.

Polyurethan

Wird aus Erdölprodukten und Alkoholen auf chemischen Wege erzeugt und ist im Gegensatz zu Elasthan (das zu 85 Prozent aus Polyurethan besteht) nicht elastisch. Es wird zur Herstellung von Lederimitaten (z.B. Alcantara) und als Beschichtungsmaterial für Wetter- und Sportbekleidung verwendet, da es größtenteils wasserundurchlässig ist, aber dampfförmigen Schweiß entweichen lässt. Die Polyurethan-Beschichtung wird meist auf der Innenseite der Textilien aufgebracht.

Popeline

Feinfädiges, leinwandbindiges Gewebe mit glatter Oberfläche und guten Trageeigenschaften.

Ein sehr dichtes, festes Gewebe, das klassisch zu Hemden und Blusen verarbeitet wird. Mit stärkeren Garnen kann es aber auch zu Hosen und Röcken verarbeitet werden. Hochwertiger Popeline lässt sich leicht bügeln.

Quer-Elastisch

Oberstoff, der sich durch den Einsatz von Stretchgarnen horizontal dehnen lässt.

Rahmensteppung

Sichtbare Konstruktionssteppung, die an den Kanten einer aufgesetzten oder unterlegten Tasche entlangläuft.

Ramie

Stengelfaser der Ramiepflanze (Chinagras). Hochwertige, leinenähnliche, sehr feste und seidenartig glänzende Faser. Anbaugebiete: Florida, Indonesien, Philippinen.

Rapport

Bezeichnung für die kleinste Bindungseinheit, die sich ständig wiederholt. Allgemeine Bezeichnung für die kleinste, immer wiederkehrende Mustereinheit.

Rauhen

Vorgang, bei dem mit Hilfe von Rauhkarden eine flauschige Oberfläche erzeugt wird.

Rechts/Rechts (Strickart)

Rechts/Rechts wird auf zwei Nadelbetten hergestellt, bei denen sich die Nadeln versetzt gegenüber stehen. Beide Warenseiten zeigen rechte Maschen.

Regulär = Fully Fashioned

Als Reguläre Ware wird Maschenware bezeichnet, wenn die Einzelteile formgerecht hergestellt werden.

Relaxed

Legere Schnittführung für hohen Tragekomfort.

Ringelmuster (Strickart)

Musterungsart, bei der verschiedene Farben im Wechsel hintereinander verstrickt werden.

Ring Denim

Traditionelles Denim-Gewebe. Charakteristisch ist das unebene Warenbild, das durch den Einsatz von Ringgarn erzielt wird. Ringgarn besitzt absichtliche Verdickungen im Faden. Die optisch hervortretenden Dünn- und Dickstellen werden durch das Stone-Washed-Verfahren noch sichtbarer.

Rippe (Strickart)

Bei der Herstellung gerippter Ware stricken nur ausgewählte Nadeln. Durch die Nadeln, die nicht stricken, entsteht ein senkrechter Rippeffekt. Diese Ware ist sehr querelastisch. Kombiniert man diese Technik mit dem Farbplattieren (siehe Plattieren), so erhält man ein senkrecht zweifarbiges Gestrick.

Rippe 1x1

Auf der Rundstrickmaschine gearbeitete Maschenware mit einer sehr feinen Maschenaufteilung. Das Material ist sehr komfortabel, elastisch, formstabil und liegt gut am Körper an. Bei genauerem Hinsehen ist eine feine Längsrippe zu erkennen, von der sich der Name ableitet.

Rippe 2x2

Auf der Rundstrickmaschine gearbeitete Maschenware. Das Material ist äußerst elastisch und weist ein etwas gröberes Maschenbild auf als die 1x1 Rippe. Die Längsrippe ist deutlich erkennbar und gewünscht.

Rips

Alle Stoffe mit Rippenoptik (Längs- und Querrips), die aus feinfädigen Kammgarnen gewebt werden.

Rundstrick

Bei der Rundstrickmaschine sind die Nadeln kreisförmig angeordnet. Die Grundware für den Sweat und Shirt-Bereich wird auf Rundstrickmaschinen hergestellt.

Satin

Sehr feinfädige, dichte Stoffe mit besonders glatter, strukturloser Oberfläche, die auf der einen Warenseite einen charakteristischen seidigen Glanz aufweisen.

Safety-Taschen

Englisch für "Sicherheitstasche". Innentasche bei Mänteln, Jacken und Hosen mit Klett-, Knopf- oder Reißverschluss.

Samt

Weiches, softiges Gewebe mit plüschähnlicher Oberfläche. Durch verschiedene Ausrüstungsverfahren wird sowohl ein elegantes als auch ein sportliches Aussehen erzielt.

Sand-Washed

In der Maschine gewaschene und bearbeitete Baumwolle, mit dem Effekt, dass die der Behandlung unterzogenen Partien am Gesäß, an den Knien und an den Taschen eine Used-Optik erhalten.

Satin

Glatter Stoff in Kettatlasbindung, auch mit glänzender Optik.

Sanforisieren

Maschinelles Ausrüstungsverfahren zur künstlichen Vorwegnahme des Einlaufens von Textilien (Krumpfechtmachen).

Schrittlänge

Hosenmaß: Abstand zwischen Schritt (Spaltansatz) und Beinabschluss, gemessen an der Innennaht.

Schurwolle, reine

Hochwertige Naturfaser, die durch die Schur lebender Schafe gewonnen wird. Ursprungsländer sind: Australien, Neuseeland, USA etc.

Schlauch = Tubular (Strickart)

Abschlussvariante bei Flachstrick, bei der abwechselnd das vordere und das hintere Nadelbett arbeiten.

Schmirgeln

Oberflächenbehandlung von Sweat- oder Shirtbekleidung, die einen angenehmen, weichen Griff erzeugt.

Schurwolle

Vom Schaf geschorene Wolle, die erstmalig verarbeitet wird und damit das hochwertigste Wollerzeugnis. Schon vor 7000 Jahren waren Wollfilze in China, bei den Babyloniern und in Ägypten bekannt. Schurwolle hat ein gutes Wärmehaltevermögen, kann ca. 30% Feuchtigkeit aufnehmen, erholt sich schnell von Knittern und ist formbeständig.

Schulterlinie

Die obere Kante der Schultern eines Sakkos. Bei hochwertigen Sakkos findet man an dieser Stelle die Schneidenaht, eine Ziernaht, die auf hochwertige Verarbeitung hinweist.

Scotchguard Ausrüstung

Veredelungsverfahren zur Erzielung eines Wasser und Schmutz abweisenden Gewebes.

Sea Island Cotton

Die hochwertigste Baumwollsorte. Sie wurde erstmals im 18. Jahrhundert in den Südstaaten der USA angebaut, speziell auf den Inseln entlang der Küste - den Sea Islands. Diese Baumwolle ist sehr fein, glänzend, hat einen seidigen Griff und ist von Natur aus weiß. Bekleidung aus Sea Island Cotton besitzt eine glatte, ebenmäßige Oberfläche, die sich auch bei häufigem Waschen erhält.

Seide

Hochwertiges Naturprodukt aus dem Kokon der Seidenraupe. Das Vorwaschen (mill washed) von Naturseide verleiht dem Gewebe einen besonders kühlen und weichen Griff und eine matte Oberfläche. Seide besitzt eine hohe Festigkeit, gute Dehnbarkeit, hohe Feuchtigkeitsaufnahme, gutes Isolationsverhalten und einen weichen, geschmeidigen Griff.

Seitenlänge

Hosenmaß: Abstand zwischen Bundansatz und Beinabschluss, gemessen an der äußeren Seitennaht.

Sengen

Veredelungsmaßnahme bei Baumwolle . Bei diesem Vorgang werden die vom Garn frei abstehenden Faserhärchen durch schnelles Vorbeiführen an Gasflammen abgebrannt. Die behandelte Ware wird dadurch glatter, flusenärmer, und die Pillingbildung wird verhindert.

Serege

Schussköper; leichte, köperbindige Ware aus feinen, weichen Kammgarnen, die meist einen Zusatz auf Material oder Einsatzbereiche erhalten, wie Kammgarnserge, Futterserge.

Single-Jersey

Maschenware mit geschlossener, gleichmäßiger, relativ glatter Oberfläche. Die Herstellung ist von der Technik des Handstrickens abgeleitet. Alle Maschen einer Reihe sind aus ein- und demselben Faden gearbeitet. Kennzeichnend ist, dass die eine Materialseite nur rechte, die andere nur linke Maschen zeigt.

Slacks

Die Verbindung von Jeans und Casualwear. Slacks sind moderne Baumwollhosen mit typisch legerer Optik.

Stahlfäden

Es handelt sich um flexible, rostfreie, feine Stahlfäden, die mit anderen Garnen verwebt werden. Dadurch entstehen die besondere Optik und die leicht bewegte Oberfläche. Das Material ist angenehm kühl und lässt sich problemlos waschen.

Steghose

Modisch konfektionierte Abwandlung der ursprünglichen Skihose, meist aus elastischen Qualitäten.

Stoßband

Auch Hosenschonerband genannt. Ist in der Regel 1,5 cm breit, wird linksseitig an die untere Hosenkante genäht. Verhindert das Durchscheuern der Hose.

Stone-Washed

Ausrüstungsverfahren von Jeanswear, wobei die fertig genähten Bekleidungsstücke zusammen mit Bimssteinen vorgewaschen werden, um ihnen den Charakter des getragenen zu verleihen.

Strangfärbung

Färbung von Garnen in Strangform. Das ungespulte und noch nicht verarbeitete Material kann die Farbe besonders gut und gleichmäßig in sich aufnehmen.

Streichgarn

Gewebe aus kurzfaserigem Rohmaterial, nicht gekämmt. Besonders geeignet für sportive Oberstoffe (z.B. Streichgarnflanell).

Stretch

Stoffe, die unter Verwendung von Elasticfasern dehnbar gemacht werden. Möglichkeiten: quer-elastisch, längs-elastisch und bi-elastisch.

Streichgarn

Die Fasern in diesem Garn sind im Gegensatz zum Kammgarn etwas wirr angeordnet. Dadurch wird eine wollige, raue Oberfläche erzeugt. Dieses Garn wird insbesondere in der Winterkollektion auf gröberen Teilungen eingesetzt.

Super-Wash

Ein Veredelungsverfahren, welches bei Reine-Schurwolle-Produkten angewendet wird. Die Schurwolle wird filzfrei und pflegeleicht gemacht, so dass sie bei 30°C im Schonwaschgang gewaschen werden kann. Die Super-Wash-Ausrüstung ist dauerhaft und verändert nicht die Eigenschaften der Reinen Schurwolle.

Super Einhundert

Schurwolle , bestehend aus äußerst feinen Garnen. Das Naturfinish und der geschmeidige, fließende Fall prägen den Charakter. 100 Meter dieses Garns wiegen 1 Gramm.

Sunbleached denim

Sehr hell gebleichter Denim . Die Farben sehen staubig aus, wie von der Sonne gebleicht.

Sweat

Maschenware aus feinen Garnen mit besonders dichtem Maschenbild, an der Innenseite flauschig aufgeraut.

Tunnelzug

Eine Abschlussmöglichkeit an den Enden von Bekleidungsstücken, z.B. dem Saum, den Ärmeln oder Kapuzen von Jacken und Anoraks. Hierbei wird eine Kordel durch eine Bahn mit Stoffschrauben gezogen.

Taillenweite

Hosenmaß: Umfang in der Tailleneinbuchtung auf dem Hosenbund gemessen (vgl. Bundweite).

Tactel

Feinste Mircofaser-Qualität auf Polyamid-Basis, ursprünglich für Sportbekleidung und wird jetzt auch in der "normalen" Mode eingesetzt.

Tactel-Aquator

Zweischichtenstoff mit Baumwolle außen und Tactel innen, verbessert den Feuchtigkeitstransport, atmungsaktiv, formbeständig und hautsympatisch.

Tartan

Schottenmuster, deren Anordnungen und Farben schottischen Familien (Clans) zugeordnet sind. Z.B. Black Watch, Cameron, Mackenzie, Steward, Sutherland.

Techno-Look

Stoffe mit technisch-kühler oder künstlicher Anmutung. Erzielt durch den Einsatz synthetischer Garne oder Beschichtungen.

Teflon-Ausrüstung

Ausrüstung, die die Faser wasser- und schmutzabweisend macht.

Teilung

siehe Feinheit

Teilungsnaht

Stylingnaht eines Bekleidungsstücks.

Tencel

Gehört zu den zellulosischen Chemiefasern der Gattung Lyocelle . Tencel war die erste Lyocellfaser, die die britische Firma Courtaulds 1992 auf den Fasermarkt gebracht hat. Es ist ein atmungsaktives, hautfreundliches Material, das in einem umweltfreundlichen Herstellungsprozeß aus Zellulose gewonnen wird. Tencel verbessert in Mischung mit anderen Fasern deren Eigenschaften und verleiht ihnen den Glanz und weichen Fall reiner Seide. Tencel ist strapazierfähiger als andere Zellulosefasern und vollständig biologisch abbaubar.

Thermohose

Hose mit Vliesausstattung, gerauter Innenseite oder Innenhose, die dadurch winterwarm ist.

TKG

Textilkennzeichnungsgesetz: Verpflichtet Handel und Hersteller dazu, nur Textilien mit genauen Rohstoffangaben zu verkaufen. Kennzeichnungspflichtig sind Produkte, die mindestens zu 80% aus textilen Rohstoffen bestehen.

Total Easy Care

Filzfrei-Ausrüstungsverfahren, welches Wolle maschinenwaschbar und Trockner geeignet macht.

Tricotine

Mehrgratköper, sportliche Diagonalrippe mit besonders guten Trageeigenschaften.

Tri-acetat

Diese Faser gehört zu den zellulosischen Chemiefasern und besteht aus einer Zelluloseverbindung mit Essigsäure. Tri-acetat wird auch als Kunstseide bezeichnet. Man spricht auch von einer verbesserten Acetatfaser, da sie hitzebeständiger ist und deshalb problemlos plissiert werden kann.

Tropical

Leichtes, poröses Kammgarngewebe in Tuchbindung, das im Aufbau dem Fresko ähnelt, jedoch leichter und feiner ist. Es wird vor allem für leichte Sommerbekleidung verwendet. Ein typischer Cool Wool Stoff.

Tubular (Strickart)

siehe Schlauch

Tunnelzug

Unsichtbar innen durchgezogenes Band, Kordel, Gummi oder Gürtel. Reguliert die Weite eines Modells.

Tweed Garn

Grobes Streichgarn mit noppenartigen Verdickungen.

Tweed

Kommt ursprünglich von den englischen Hebriden-Inseln Harris und Lewis und ist benannt nach dem dortigen Fluss "Tweed". Dort wird von rund 600 Webereien der Harris Tweed (geschützte Bezeichnung) aus 100% handgesponnener schottischer Schurwolle gewebt. Tweed ist lockeres, grobfadiges Gewebe, das aus Streichgarnen hergestellt wird und Handwebcharakter hat. Farbige Garne ergeben das typische Muster mit der leicht strukturierten Oberfläche.

Twill

Leichtes, weiches, dichtes Gewebe mit einer charakteristischen, sehr feinen diagonalen Rippe. Baumwoll-Twill hat einen trockenen, festen und Woll-Twill einen eher weichen Griff.

Uhrentasche

Vorderhosentasche in unterschiedlichen Variationen, deren Tascheneingriff sehr klein ist und nur mit zwei Fingern bedient werden kann.

Unze

Engl. Gewichtseinheit = 28,3 g, gibt das Materialgewicht von Jeansstoffen an.

Vanissé (Strickart)

siehe Plattiert

Velveton

Ein kräftiges Gewebe aus Baumwolle mit samtiger Oberfläche, die durch Aufrauen entsteht.

Versatzmuster (Strickart)

Strukturgestrick, das durch das Umhängen von Maschen und das Versetzen des Nadelbettes entsteht.

Vichy-Karo

Ein blockiges, kontrastreiches, meist zweifarbiges Baumwollkaro mit nicht zu großen Rapporten.

Vigoureux

Gewebe, die aus bedruckten Kammzügen gesponnen werden. Es entstehen quer verlaufende, diagonal oder sich kreuzende Streifenmuster, die wie Melangen wirken.

Vintage

Used look spezielles Waschverfahren, das der Ware eine getragene Optik verleiht.

Viskose

Chemiefaser aus Zellulose, die aus natürlichen Rohstoffen gewonnen wird. Viskose verleiht Geweben einen weichen Griff und geschmeidigen Fall. Vorteile: Viskose besitzt angenehme Trageeigenschaften, Farbechtheit und Leuchtkraft, Glanz, kühlen Griff und eine hohe Schmiegsamkeit. Nachteil: Geringe Nassfestigkeit (Maßnahme: modifizierte Viskose, z.B. Modalfaser).

Walken

Beim Walken kommt es zur einer gewünschten und gezielten Verfilzung von textilen Flächen aus Wolle. Die Schuppen der Wollfaser verhaken sich beim Vorgang des Walkens ineinander. Die Fläche verdichtet sich. Dadurch erzielt man sehr dichtes und festes Gewebe. Nach einem ausreichenden Walkvorgang erhält man Wollfilz.

Waschen

Viel Woll- und Baumwollgarne werden nach dem Stricken noch gewaschen, um einen weicheren Griff und ein voluminöseres Gestrick zu erzielen.

Welle (Strickart)

Musterart, bei der nach einer Reihe Rechts/Rechts mehrere Reihen Einbett gestrickt werden, die dann reliefartig hervor treten.

Winter-Cotton

Winterliche Baumwollstoffe, oftmals mit geschmirgelter oder gerauter Oberfläche.

Wirk

Gängiger Oberbegriff für alle Shirt und Sweatartikel.

Wolle

Wolle und andere feine Tierhaare bestehen hauptsächlich aus Eiweißsubstanzen (Keratin). Diese bestimmen, neben der besonderen Faserstruktur, die Gebrauchseigenschaften der Wolle. Die Qualität der Wolle wird durch die Feinheit, Kräuselung und Stapellänge bestimmt. Ursprungsländer der Wolle sind: Australien, Neuseeland, Indien, Pakistan etc. Vorteile: Wolle hat ein hohes Wärmerückhaltevermögen, ist elastisch, formbeständig und knitterarm, hat trotz trockenen Griffs eine hohe Feuchtigkeitsaufnahme, ist verformbar, hautsympathisch und Schmutz abweisend. Nachteile: Wolle verfilzt (Maßnahme: Anti-Filz-Ausrüstung).WOOLMARK COMPANY: Weltweite Marketing-Organisation für Schurwolle , 1937 als IWS gegründet. Die somit erhaltene partnerschaftliche Zusammenarbeit von Spinnereien, Webereien, Industrie und Handel soll die Wettbewerbsfähigkeit von Schurwolle sichern und den Verkauf fördern.

Wildseide

Wird von den wild lebenden Tussahspinnern gewonnen. Diese Seide hat ein lebendiges, griffiges und unregelmäßiges Warenbild und ist besonders exklusiv. (auch Naturseide)

Zipper

Andere Bezeichnung für Reißverschluss.

Zopfmuster

Spezielles Versatzmuster, bei dem die Maschen verkreuzt werden, so das ein Zopf entsteht.

Zwirn

Aus mehreren, parallel liegenden Einzelfäden mit bestimmter Dehnung zusammengefügter Gesamtfaden.